Das Holzhaus von Thoma

- Nichts ist für mich mehr Abbild der Welt und des Lebens als der Baum. Vor ihm würde ich täglich nachdenken, vor ihm und über ihn. -

- Christian Morgenstern

Von Tradition zur Innovation

Seitdem Menschen ihren Wohnraum selbst errichten und gestalten, spielt Holz eine zentrale Rolle. Die letzte Eiszeit löste durch ihre klimatische und landschaftliche Veränderung die Entstehung von Wäldern im großen Maßstab aus. Damit stand plötzlich Holz im Überfluss zur Verfügung. Mit Werkzeugen aus Stein und Metall wurde es Menschen möglich, den Rohstoff Wald für sich nutzbar zu machen.

Während vieler Jahrtausende der Wissensweitergabe und praktischen Erfahrung mit dem Werkstoff Holz offenbarten sich dem Menschen zahlreiche Geheimnisse, die er nutzte, um sich einen Rückzugsort zu schaffen und sein Heim sicher vor den Gewalten der Natur zu machen. Dieses Wissen reicht von der Verarbeitung des Naturstoffs zurück bis zum ersten Kontakt mit Menschen: dem Schlagen des Holzes.

Die Mondholz-Ernte

Mondholz ist keine neue Erfindung oder ein Marketingtrick: Seit Jahrhunderten und Jahrtausenden orientieren sich Menschen an den verschiedenen Mondphasen, wenn sie Holz schlagen. Diese Tradition, die sich von Generation zu Generation weiterverbreitete, ist heutzutage aufgrund des technologischen Fortschritts nur noch wenigen bekannt. Wie sollte es auch anders sein, wenn doch Bäume mit moderner Forsttechnik innerhalb kürzester Zeit gefällt, abtransportiert und technisch getrocknet werden.

Besonders im alpenländischen Raum ist die Erinnerung an alte Fällungsregeln noch vorhanden. Es ist dieser bewahrten Tradition zu verdanken, dass Erwin Thoma in jungen Jahren darauf aufmerksam wurde und seitdem sein Konzept mit Mondholz verfolgt. Im Grunde ist das Fällen und Ernten von Mondholz kein Geheimnis. Viele Quellen und Regeln beschreiben, wie Holz in Süddeutschland und Österreich früher geerntet wurde.

Holzfällen nach alter Tradition

Nach Möglichkeit fällte man die Bäume im Winter um Weihnachten oder auch Anfang März herum. Wichtig ist, dass zu dieser Zeit abnehmender Mond herrschte. Der Zeitpunkt in der kalten Jahreszeit fällt in die Saftruhe der Bäume, wenn der Flüssigkeitstransport innerhalb des Baumes auf ein Minimum reduziert ist.

Im Gebirge fällte man die Bäume so, dass die Wipfel in Richtung Tal fielen. Die Äste beließ man bis zum Frühjahr am Stamm. So versuchte der Baum, seine Äste weiterhin mit Flüssigkeit zu versorgen, und wurde dabei von der Schwerkraft unterstützt. Als Folge trocknete sein Stamm auf natürliche Weise aus. Im Sägewerk wurde das Holz nach dem Aufschneiden eingelagert und weiter getrocknet; die Weiterverarbeitung erfolgte meist erst nach zwei Jahren.

Heute betreibt fast niemand mehr diesen Aufwand, der Zeit und damit auch Geld kostet. Erwin Thoma dagegen hat alte Traditionen aus seiner Heimat wiederbelebt und mit Holz100 einen Baustoff geschaffen, der besonders haltbar und widerstandsfähig ist und nachhaltig erzeugt wird.

Eigenschaften von Mondholz

Mondholz werden zahlreiche Eigenschaften zugeschrieben, von denen viele empirisch, einige auch wissenschaftlich belegt sind. Dazu gehören unter anderem

  • lange Haltbarkeit und Dauerhaftigkeit,
  • besondere Trockenheit,
  • weniger Schwindung und mehr Stabilität,
  • geringere Rissanfälligkeit,
  • besondere Witterungsbeständigkeit und
  • höhere Resistenz gegen Pilz- und Insektenbefall.
  • Fest steht auf alle Fälle, dass Mondholz in Form von Holz100 als einer der ökologischsten und gesündesten Baustoffe gilt. 100% Natur – traditionell geerntet und innovativ verarbeitet – kann für den Menschen nur gut sein.

    Mondholz in der Wissenschaft

    Werden Bäume in der Zeit des abnehmenden Mondes geschlagen, spricht man von „Mondphasenholz“ oder kurz „Mondholz“. Dieses Holz, so haben es Schweizer Forscher um Prof. Dr. Ernst Zürcher von der Berner Fachhochschule Architektur, Holz und Bau im Jahr 2003 bestätigt, weist subtile, jedoch statistisch signifikante Unterschiede bezüglich Wasserverlust, Dichte und Schwindverhalten auf als Holz, das zu anderen Zeiten im Jahr geschlagen wurde. Und das gilt sowohl für das junge Splintholz im äußeren Bereich des Stammes als auch für das innen liegende Kernholz der Bäume.

    Erwin Thoma ist der Erfinder und Begründer von Holz100. Der Markenname steht für 100% naturreines, heimisches Nadelholz aus nachhaltiger Forstwirtschaft, das bei abnehmendem Mond oder Neumond geschlagen wird. Als Förster und Ingenieur weiß Thoma genau, welche Vorteile sein Baustoff aufweist. Über die wissenschaftliche Begutachtung hinsichtlich der Eigenschaften schreibt er:

    „Für den Nachweis des Einflusses des Mondes auf Bauholz ausschlaggebend sind jedoch die unmittelbaren Bewitterungsversuche an Holzproben, die in der Studie an der ETH Zürich ausgewertet wurden. Im Test der echten Bewitterung, in der eine Vielzahl von Pilzsporen gemeinsam ihr Werk am Holz versucht, untersuchte Prof. Zürcher die Gültigkeit alter Baumfällregeln und konnte dabei erstmals zeigen, dass Mondholz dauerhafter und verwitterungsresistenter ist als konventionell geschlägertes Holz. Darüber hinaus konnte er auch einen wichtigen Teil des Wirkungsprinzips erklären.

    Er fand heraus, dass Wasser im Holz etwas ganz anderes ist, als Wasser im Glas. Die Verbindung des Wassers und der Holzzellen, die Bewegungen der Flüssigkeit innerhalb der Waben, Kaskaden und feinsten Kapillarröhren unterliegen einer Vielzahl physikalischer Einflüsse. So kann Wasser in den allerfeinsten Kapillarröhren zum Beispiel einen gallertartigen Aggregatzustand annehmen und bis -15 °C flüssig bleiben.

    Mondholz, bei abnehmendem Mond geerntet, hat mehr gebundenes Wasser in seinem Inneren. Das heißt, bei der Trocknung zieht es sich stärker zusammen, es schwindet geringfügig mehr. Dadurch wird das Holz dichter, druckfester und auch abwehrender gegen eindringende Pilze, gegen Insekten oder gierig fressende Flammen. Der Dichtevorteil von Mondholz betrug 5-7 % über mehrere tausend Proben verteilt. Materialtechnisch gesehen ist das eine signifikante Verbesserung gegenüber „Nichtmondholz“.